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Spur 0 Wagen

Zementsilowagen „Mohrenkopf“

Das Vorbild

Die SBB und die BLS setzten solche Wagen ab den 50er Jahren eingrosse Mengen von staubförmigem Zement beispielsweise für die Baustellen der grossen Bogenstaumauern in den Alpen zu transportieren. Es gab drei Serien von solchen Wagen und total 150 Stück. Da die Wagen teilweise auf älteren Untergestellen basierten, gab es oft Probleme und es musste der grösste Teil der Wagen bald auf neuere Untergestelle umgebaut werden. Trotzdem waren bereits 1977 praktisch alle Wagen ausrangiert. 50 Wagen sollten 1978 noch in den Iran verkauft werden, wurden aber vermutlich wegen der iranischen Revolution nie ausgeliefert und schliesslich in der Schweiz verschrottet. Als Vorbild für das Modell dienten unterschiedliche Bilder dieses Wagens und Informationen über ähnliche Wagen aus der gleichen Zeit. Die mir zugänglichen Informationen waren jedoch sehr spärlich und ich bin offen für weitere Verbesserungen am Modell, wenn ich Zugang zu entsprechendem Belegmaterial erhalte. Weitere Informationen und Verweise zu diesen interessanten Wagen finden sich im Heft „Schweizer Güterwagen von damals“ von Davide Demicheli, erschienen im Verlag Eisenbahn Amateur.

Der Modell-Bausatz

Der Zusammenbau des Modells wird in einer einfachen Anleitung beschrieben und sollte keine grösseren Klippen beinhalten. Der Zeitaufwand für Bemalung und Bau liegt netto bei etwa 10 Arbeitsstunden. Ich hoffe mit diesem Bausatz auch einigen Modellbahnern den Weg zum Eigenbau eines Modells zu ermöglichen, die sich nicht an eine anspruchsvolle Metallbearbeitung wagen. Nicht jeder verfügt über eine Werkstatt und geeignete Maschinen und kann so viel Zeit ins Hobby investieren. Dieses Modell kann jeder bauen! Das Modell besteht im Wesentlichen aus 4 Formteilen, welche als 3D-Druck produziert werden. Das ganze Fahrgestell zum Beispiel ist komplett an einem Stück gedruckt. Die blau bemalte Hilfskonstruktion schützt fragile Teile für den Transport. Die Achsen sind in Messing gelagert und gefedert, dadurch ist der Wagen im Betrieb robust, läuft ruhig und kann auch problemlos in längere, schwere Züge integriert werden. Der Boden der Arbeitsbühne wird separat gedruckt, damit er besser bemalt werden kann. Vor seiner Montage sollten zuerst die Puffer und die Kupplungen angebracht werden. Für den Betrieb wichtige Teile wie die Radsätze, die Kupplungen und die Puffer sind aus Metall und vorgefertigte Standardbauteile. Ausserdem liegt dem Bausatz eine Platte aus Stahl bei, welche unauffällig im Zementsilo untergebracht wird und das Gewicht des Wagens für einen sicheren Betrieb optimiert. Der ganze Zementsilo mit allen Armaturen ist ebenfalls in einem Teil gedruckt. Die Löcher für die Treppe sind vorgedruckt, so dass deren Montage völlig problemlos ist. Der Silobehälter wird auf das fertige Fahrgestell geschraubt. Das letzte Teil des Bausatzes ist die Leiter mit der Arbeitsbühne und ist aus einem anderen Kunststoff gedruckt, nämlich mit dem aktuell feinsten verfügbaren Druckprozess. Dieses Teil muss sorgfältig bemalt werden, idealerweise mit Airbrush, damit das feine Gitter der Arbeitsbühne nicht mit Farbe verklebt wird. Für die Bemalung empfehle ich für alle Teile Farben auf Basis von Acryl. Für die wenigen Klebestellen wird Sekundenkleber (Cyanacrylat) ver- wendet. Eine kleine Tube liegt dem Bausatz bei. Sollte beim Bau dieses Modells irgend etwas schief gehen, farblich oder sonst total miss-lingen oder gar brechen, so kann jedes Einzelteil auch nachbestellt werden. Zu einem schönen Modell gehört eine Beschriftung, darum liegen dem Bausatz einige Wasserschiebebilder bei, die dem spärlich vorhandenen Bildmaterial nachempfunden sind. Die Lieferzeit kann 4-8 Wochen betragen.
(Bild Urs Nötzli, Zürich)
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